Produktübersicht

Jahre 1955-1964

1955

 

1955: Im Design der 50er Jahre ist auch der Musikschrank 7080 W/3 D gestaltet, der wegen seiner schrägen Füßchen auch "schräger Max" genannt wird. Zwei Klappen öffnen das Radio- und Phonoteil, ein 10-Platten-Wechsler ist selbstverständlich.

 

 

1956

 

1956: Auch die Kofferradios können jetzt jede Frequenz empfangen. Der Transistor-Boy L Kurz-, Mittel- sowie Langwelle, der UKW-Concert-Boy 58 wie der Name schon sagt auch noch UKW. Letzterer kann vornehm durch eine Jalousie verschlossen werden.

Das Konzertgerät 5080 besitzt einen "Equalizer", damals noch Klangregelung genannt, mit fünf Reglern und einer optischen Anzeige.

 

 

1957

 

1957: Grundig erwirbt die Aktienmehrheit an den Büromaschinenherstellern Triumph in Nürnberg und Adler in Frankfurt.

In Bayreuth entsteht das größte Tonbandgerätewerk der Welt. Hauptziel der Entwicklung ist zu dieser Zeit die Optimierung der Klangwiedergabe mit Mono-Systemen.

Der Top-Hit des Jahres - der Tonbandkoffer TK830 - besitzt unter anderem zwei Bandgeschwindigkeiten, 3-D-Klangtaste und Aussteuerkontrolle mit magischem Fächer für 965 Mark.

 

 

1958

 

1958: Erstmals kommt ein Gerät auf den Markt, bei dem Plattenspieler und Tonbandgerät stereo empfangen. Der Stereo Konzertschrank SO 200 kostet 2.975 Mark. Doch auch die Nachfolger des "schrägen Max" für nur 900 Mark empfangen jetzt stereo.

Mit der Transistor-Box und dem Taschen-Transistor-Boy stellen sich erstmals volltransistorisierte Taschenempfänger vor. Beide empfangen auf Mittelwelle und besitzen eine gedruckte Schaltung.

 

 

 

1959: Als erster deutscher Hersteller bietet Grundig das Steuergerät 6098 Stereo an, das keine eigenen Lautsprecher besitzt. Gedacht ist ein Anschluss an separate Lautsprecherboxen.

 

 

1960

 

1960: In Nordirland entsteht eine Fertigungsstätte für Tonbandgeräte.

Auf den klangvollen Namen Teddy-Transistor-Boy hört der erste volltransistorisierte Reiseempfänger mit UKW. Mit einer Größe von 104 x 65 x 27 mm und einem Gewicht von nur 250 Gramm ist der Mini-Boy das derzeit kleinste Taschenradio. Als Ergänzung für zu Hause gibt es einen Heimlautsprecher mit Uhr.

Weil mehr Fernsehprogramme folgen sollen, werden Geräte wie der Zauberspiegel 61 T 50 für 92 Mark Mehrkosten mit einem UHF-Teil ausgerüstet. Bereits seit 1954 gehören drahtgebundene Fernbedienungen zum Zubehör, jetzt ist für 24 Mark eine drahtlose Ultraschall-Fernbedienung erhältlich.

 

 

1961

 

1961: Mit dem Fernseh-Boy reiht sich erstmals auch ein Fernseher in die Reihe der tragbaren Geräte ein. Kenndaten: 47-cm-Bildröhre, Fernbedienung und VHF/UHF-Umschaltung mittels Drucktasten.

Noch kleiner als der Mini-Boy präsentiert sich das Taschenradio Solo-Boy. Er wiegt nur 145 Gramm und ist 78 x 54 x 25 mm groß.

 

 

1962

 

1962: In Nürnberg-Langwasser entsteht ein modernes Werk zur Fertigung von Tonbandgeräten.

Auf dem HiFi-Sektor bringt Grundig ein modulares System mit einzelnen Bausteinen wie dem Rundfunkempfangsteilen HF 1/HF 2 sowie den HiFi-Stereo-Verstärkern NF 1/NF 2 auf den Markt. Frei kombinierbar sind dazu separate Lautsprecherboxen, Plattenspieler, Tonbandgerät und Phonomascope (Raumklangeinrichtung). So kann sich der Kunde seine HiFi- und Stereo-Anlage selbst zusammen stellen und passend in die Wohnzimmereinrichtung einbauen.

 

 

1963

 

1963: Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) beginnt mit seinem Programm. Erstmals senden Radiostationen Sendungen in Stereoqualität.

Der Weltempfänger Ocean Boy mit drei Kurzwellenbereichen gilt als Vorgänger der Satellit-Bauserie.

Die erste Komponenten-Anlage ist mit dem HiFi-Rundfunktuner RT 50 und dem Stereo-Verstärker SV 50 ausgestattet.

 

 

1964

 

1964: Bei den Diktiergeräten werden neue Techniken eingeführt: Einlochbandmagazin und Folien-Tonträger. Mit einer Aufnahmekapazität von zwei mal 22 Minuten kommt das elektronische Notizbuch EN 3 auf den Markt.